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Pyrethroide

Pyrethroide sind synthetische Insektizide, die sich struktuell von den Pyrethrinen (Chrysantemen-Extrakt=Pyrethrum) ableiten. Gegenüber den Pyrethrinen zeichnen sie sich durch höhere Resistenz und stärkere insektizide Wirkung aus (siehe Abb. 1). Die Pyrethroide werden in Land und Forstwirtschaft, zur Tierhygiene, als Eulanisierungsmittel, als Holzschutzmittel und als Wirkstoff gegen Hygiene und Vorratsschädlinge z. B. Fliegen, Motten, Ameisen, Silberfischchen u.a. eingesetzt. Der Mensch nimmt Pyrethroide über Haut und Lunge sowie mit der Nahrung auf. Bei Anwendung in Innenräumen besteht für die Bewohner die Gefahr einer Pyrethroid Intoxikation. Bei der akuten Vergiftung können Pyrethroide direkt im Blut nachgewiesen werden. Im häufigeren Falle einer chronischen Belastung findet man im allgemeinen keine Pyrethoide im Blut, sondern nur die entsprechenden Metaboliten im Harn.

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