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1985 wurde die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) als erste Methode zur Amplifikation von Nukleinsäuren veröffentlicht. Bereits im Jahr 1993 wurde sie mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Seitdem haben neue Nukleinsäure-Amplifikations- und Sequenzierungsmethoden eine rasante Entwicklung genommen und die molekularbiologische Diagnostik revolutioniert. Automatisierte Hochdurchsatz-Nukleinsäureisolierung, vollautomatische Real-Time-PCRs, Schmelzpunktanalyse der PCR-Produkte, Mehrkanalsequenzierung und anderes mehr ermöglichen heute einen unvergleichbar raschen, hochsensitiven und spezifischen, qualitativen oder auch quantitativen Nachweis von Krankheitserregern in Patientenproben. Neben den Einzelanalysen bieten wir folgende Multiplex-PCRs an: virales und bakterielles Meningitis-Panel aus Liquor, Nachweis sexuell übertragbarer Krankheiten (STI), Multiplex-PCR für gastrointestinale Erreger (viral, bakteriell und parasitär), Multiplex-PCR für respiratorische Erreger (viral und bakteriell).

Darüber hinaus erlauben PCR-Verfahren die Identifizierung einer zunehmenden Anzahl von genetischen Mutationen und Polymorphismen, wodurch Erregerstämme typisiert und Krankheiten oder Krankheitsrisiken frühzeitig identifiziert und gezielt bekämpft werden können. Somit leistet die Molekularbiologie wichtige Beiträge zur Verbesserung der klinischen Diagnostik und des Disease- Managements. Die nächsten Schritte auf diesem Weg zeichnen sich bereits ab: die Einführung der digitalen PCR, die Spurensuche nach Ziel-DNAs z. B. okkulter Tumoren in der "liquid biopsy", also im Blut, und die unvorstellbar großen Datenmengen des Next-Generation-Sequencing weisen in neue Richtungen einer individuellen Gendiagnostik.

Das Zeckenlabor

Mit dem Frühling kommen die Zecken, das Risiko für Infektionen steigt. Der Zeckenschnelltest gibt Sicherheit.

Zeckenflyer mit Anforderungsformular

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Ansprechpartner

bei analytisch-technischen Fragestellungen:

Dr. rer. nat. Claudia Gerlich
— Leiterin Molekularbiologie —
Tel.: +49 (0)421 2072-203
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